25.04.2024

Ein Pflegealltag mit doppelter Sicherheit

Über 4.700 Mitarbeiter sind für das Diakoniewerk Martha-Maria im Einsatz, das sich auf elf Standorte mit verschiedenen Krankenhäusern, Seniorenzentren, medizinische Versorgungszentren und anderen sozialen Einrichtungen erstreckt. Die Pflegekräfte und Mitarbeiter geben dort täglich alles, um Patienten und Bewohnern bestmöglich zu umsorgen. Und dennoch entstehen oft heikle und gefährliche Situationen, wenn Patienten nach Eingriffen orientierungslos aufwachen oder Demenzbedingt auf Wanderschaft gehen.

Wie können gefährliche Szenarien trotz Personal- und Zeitknappheit vermieden werden? Welche Lösungen gibt es, die Pflegekräfte entlasten und für mehr Sicherheit sorgen?

Fragen, die sich Pflegedienstleitung und Management im Martha-Maria-Krankenhaus in Nürnberg immer wieder gestellt haben. Klingelmatten waren zwar im Einsatz, doch wenig hilfreich, wenn das Bett beidseitig verlassbar ist oder falscher Alarm ausgelöst wurde. Auch der klassische Notknopf brachte keine Entlastung, da viele Patienten und Bewohner schlichtweg vergaßen, ihn zu betätigen.

Die Antwort kam mit Nemlia, als sich Pflegedienstleitung Harald Raab-Chrobok mit Robert Liebold vom Nemlia Team unterhielt. Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass die Sturzgefahr sowie die umfangreichen Kontrollgänge zentrale Themen im Pflegealltag sind. Hier sind oft Sekunden entscheidend, um Schlimmeres zu vermeiden. Und genau hier setzt die Lösung von Nemlia an: Sie gibt nicht nur jederzeit einen Überblick zum Befinden der Bewohner und Patienten, sondern reagiert auch sofort, wenn Gefahr droht.

Kristin Engelhardt von Nemlia mit Mitarbeiterinnen von Martha Maria

Die Lösung – So individuell wie die Bedürfnisse daran

Die Technologie von Nemlia passt sich ganz den Szenarien und Bedürfnissen der Bewohner und Pflegekräften vor Ort an. Im Vorfeld fragt das Nemlia-Team relevante Rahmenparameter ab, um bestmöglich die Situation nachzuvollziehen und auf dieser Basis Empfehlungen für die Optimierung zu erstellen.

Beim Auftakt mit Marthe-Maria in Nürnberg stellte sich zudem heraus, dass hier vor allem die Pflegekräfte maximale Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Gestaltung von Prozessen benötigen. Sollte ein Szenario oder Sensor kurzfristig verändert oder umplatziert werden, braucht das Personal die dafür die nötigen Kenntnisse, um eigenständig und autark Anpassung vorzunehmen.

Maximale Eigenständigkeit mit dem Nemlia Self-Service-Programm (NSP)

„Weil wir mit unseren Kunden eng zusammenarbeiten und zuhören, haben wir schnell bemerkt, dass der Bedarf an eigenständigen Veränderungen der Szenarien enorm ist. Die Bedürfnisse bestimmter Bewohner ändern sich oft über Nacht und dann ist eine schnelle Anpassung entscheidend“ so Kristin Engelhardt vom Nemlia Customer Success Team.

Daraus entstand das NSP – Nemlia-Self-Service-Programm. Eine Art Schulungsprogramm zur Anwendung der Nemliatechnologie, damit unabhängig vom Nemlia Service eigenständig definierte Szenarien verändert werden können. Mit diesem Programm startetet auf die Zusammenarbeit mit dem Martha-Maria-  Krankenhaus in Nürnberg.

Die Nemlia NSP-Box, die individuell nach Anforderungen und Szenarien zusammengestellt wird.

Zusammen mit Stationsleitung Franziska Horn und der stellv. Stationsleitung Damaris Mathiowetz wurden im Auftaktworkshop die Anforderung besprochen. Auf Basis dieser Ergebnisse stellt Nemlia eine individuelle „NSP-Box“ zusammen, die im Rahmen einer zweitägigen Schulung gemeinsam mit dem Pflegeteam installiert und aktiviert wird. Während am ersten Tag eine Grundeinweisung erfolgt sowie die gemeinsame Installation, dient der zweite Tag für Rückfragen und zur Evaluation der Szenarien. Das Nemlia Team ist dafür live vor Ort – je nach Bedarf in der Tag- oder in der Nachtschicht.

Nach kurzer Zeit schon erhebliche Verbesserungen im Pflegealltag

Seit rund einem Monat ist das NSP nun bei Martha-Maria im Einsatz und Stationsleitung Franziska Horn zeigt sich begeistert: „Für uns ist der Einsatz von Nemlia bereits jetzt ein großer Erfolg, denn wir hatten keine Stürze mehr und können zu jederzeit sicher nachvollziehen, wo sich Patienten gerade aufhalten. Quasi wie eine doppelte Sicherheit für unsere Patienten.“ Auch die anfänglichen Bedenken, wie ältere Mitarbeiter auf die technologische Unterstützung reagieren, waren schnell verflogen: „Durch die Schulung unserer Pflegekräfte mit Nemlia konnten diese auch intern das Wissen wunderbar weitergeben. Schnell fassten sie Vertrauen in die Technologie und den Umgang damit.“

Die stellv. Stationsleitung Damaris Mathiowetz
Beim Anbringen eines Bewegungssensors

Aktuell sind im Nürnberger Krankenhaus von Martha-Maria verschiedenen Türsensoren installiert – an Bewohnerzimmern wie an Notausgängen. In Kombination mit Bewegungssensoren in Bettnähe lassen sich dadurch die Szenarien optimal abbilden und sicherstellen, ob ein Bewohner oder Patient wirklich aus dem Raum ging oder sich noch darin aufhält. Auch in bestimmten Badezimmern sorgt ein „Timer-Sensor“ für Sicherheit und Sturzprävention. Wird die geöffnete Badezimmertür nach einem bestimmten Zeitraum nicht wieder geöffnet, erfolgt eine Benachrichtigung per Nemlia App an das Personal. Und sollte sich ein Szenario verändern oder andere Bedingungen benötigen, dann können diese direkt vom Pflegepersonal vorgenommen werden.

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